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Unterflur-Montage der Batterien

Dieses Thema im Forum "Heizung, Gas, Kühlung, Elektrik, Wasser" wurde erstellt von Fliewatüüt, 31.08.2016.

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  1. seachild

    seachild

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    Jürgen
    Ich rechne bei 700 Watt "nur" knappe 60 A aus, den Wirkungsgrad des Wechselrichters mal vernachlässigt.
    Einer Li-Ion Batterie macht eine solche Belastung nichts aus, die ist dafür gebaut. Bei Blei ist das dann schon etwas anderes. Eine Gel Batterie könnte einem das schon etwas übelnehmen. Eine AGM ist auch für hohe Ströme gebaut.

    Gruß
    Jürgen
     
  2. Mandre

    Mandre

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    Manfred
    Meine Rechnung bezog sich auf #36, Gruß Manfred
     
  3. Fliewatüüt

    Fliewatüüt

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    Interessant. Mal nachrechnen (bitte korrigiert mich).

    Eine meiner AGM-Batterien hat 220Ah. Macht nach deiner Formel 220/10 = 22A. Da ich davon zwei parallel geschaltet habe, kann ich den Wert vermutlich verdoppeln auf 44A.

    Die Datenblätter gelten demnach für einen Entnahmestrom von 44A was einer Leistung von 528W entspricht. Demnach wäre ein Verbraucher also noch im "Normbereich", wenn er 0,5kW verbraucht.

    Die zwei geplanten Verbraucher, die da signifikant drüber liegen sind der Fön (1,2kW) und das Kochfeld (2kW). Beides wird immer nur für kurze Zeit benutzt, aber dafür täglich. Wie stark schädigt das die AGM-Batterien? Kann man da eine Aussage treffen?

    Michael
     
  4. Mandre

    Mandre

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    Manfred
    Generell vermute ich, dass du in keinem Datenblatt Angaben zu konkreten Auswirkungen auf die Batterie-Lebensdauer für deinen doch recht speziellen Anwendungsfall finden wirst. Zumindest der Einfluss dieser hohen Entladeströme (bis zu 200A für 20 Minuten?) auf die entnehmbare Kapazität sollte allerdings im Datenblatt angegeben sein. Aber vielleicht gibt es ja User, die schon länger mit einem Fön (1,2kW) + Induktionskochfeld (2kW) unterwegs sind und praktische Erfahrungen beisteuern können.

    Gruß Manfred
     
  5. aviator

    aviator

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    Ich würde die Batterien einfach auf dem Blumenwagen belassen. Bei einer 50mm² Kupferseilverbindung rollen die artig mit :)
    Duck und wech...
     
  6. Fliewatüüt

    Fliewatüüt

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    Mittlerweile kann ich vermelden, dass dem TÜV meine Unterflur-Batterien relativ gleichgültig sind.

    Michael
     
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  7. DMac

    DMac

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    Marc
    Danke für das Feedback... auch wenn ich die Unterflurmontage nicht realisiert habe.

    Gruß - Marc
     
  8. Fliewatüüt

    Fliewatüüt

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    So, kurzes Fazit nach dem ersten Urlaubseinsatz.

    An den unterflur verbauten 2x220Ah habe ich einen 2200W-Sinus-Wechselrichter und ein 50A Ladegerät gehängt (beides von Fraron). Auf dem Dach ist eine 320Wp Solaranlage mit einfachem PWM-Laderegler (SolarXXL, Chinaware) und die Lichtmaschine ist über ein cyrix-ct angeschlossen. Sämtliche Kabeldurchmesser sind üppig bemessen.

    Verbraucher direkt an 12V:
    - Waeco 140l-Kühlschrank
    - Heizung, Planar2D
    - LED-Licht und Kleinkram

    Verbraucher am 230V-Wechselrichter:
    - Induktionskochfeld 2kW
    - Elgena 6l-Boiler 0,6kW
    - Fön 1,2kW
    - Nespresso Pixie 1,2kW
    - Mikrowelle 0,8kW
    - Reiskocher 0,3kW

    Nun waren wir im Süden bei bestem Wetter unterwegs, so dass ich die Heizung nur aus Prinzip mal aufm Brenner angemacht habe. Alle anderen Verbraucher wurden ohne große Rücksicht auf die Akkus genutzt, vor allem der Kühlschrank lief quasi permanent. Ich habe zwar den Bistro-Gaskocher dabei gehabt, aber nicht benutzt. Alles was gekocht wurde, wurde also mit Strom gekocht.

    Die maximalste Entladung war laut Batteriecomputer 65%, also noch nicht mal die Hälfte der Gesamtkapazität. Landstrom wurde folglich nicht benötigt.

    Der Ladestrom durch Solar lag zwischen 5A und 16A und ohne Verschattung waren die Akkus mittags voll. Dann hab ich spaßeshalber den Boiler eingeschaltet um die Nachmittagssonne auch noch zu verbraten. Die 65% hatten wir nach zwei Tagen aufm Campingplatz im Halbschatten.

    Einige Erfahrungen zum Verbrauch:
    - Das Kochen führt erwartungsgemäß mit Abstand zum größten Verbrauch. Eine große Mahlzeit für drei Personen kostet ca. 15-20% Batteriekapazität. Das gute ist, dass man diesen Verbrauch ja einfach steuern kann (Bistro-Kocher, Restaurant...).
    - Bei den permanenten Verbrauchern liegt der große Kühlschrank bei 35°C Außentemperatur bei rund 50Ah pro Tag, also gut 10% der Batteriekapazität.
    - Die Solaranlage lädt bei halbwegs guten Bedingungen etwa 20% der Gesamtkapazität pro Tag nach.
    - Der Boiler verschlingt erstaunlich viel Energie nur für's Warmhalten. Mit Landstrom kein Ding, aber im Autark-Modus ist es besser, das Wasser nur bei Bedarf aufzuwärmen.
    - Über Verbraucher, die man nur mal kurz benutzt (Fön, Nespresso, Mikrowelle etc.), braucht man sich keine Gedanken zu machen. Ein Espresso kostet mit Aufwärmen der Maschine z.B. unter 1%...

    Ziel war es, zwei Tage ohne Nachladen auszukommen, ohne sich einschränken zu müssen. Das ist erreicht. Im Sommer mit Sonne könnte ich vermutlich 'ne ganze Woche rumstehen, oder vielleicht sogar endlos, ohne den Motor starten zu müssen. Ich bin erst mal sehr zufrieden. Was natürlich noch aussteht ist der Härtetest... bei 5°C und Regen will ich warmes Duschwasser und 'ne laufende Heizung... ich denke, das wird dann deutlich spannender.

    Danke an alle, die zu diesen Themen was geschrieben haben (nicht nur in diesem Faden). Ich habe hier viel gelesen und vieles davon umgesetzt.

    Michael
     
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  9. DMac

    DMac

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    Marc
    Nochmal: Danke fürs Fietbäck ;)