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Opel Vivaro L2H2

Dieses Thema im Forum "Ausbau Tagebuch" wurde erstellt von haidi, 12.02.2018.

  1. haidi

    haidi

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    Hannes
    Vor einem Jahr habe ich mir einen Opel Vivaro L2H2, Bj 2007, 180.000 km zugelegt. Ist bei einem Installateur gelaufen, der fernab jeder Stadt in der Provinz war - also kaum Stadtverkehr.
    Nach den üblichen Vorarbeiten - Bodenabdeckung (von Platte kann man da nicht sprechen) raus, Rostflecken (ca. 10 kleinere) abschleifen, gesamten Boden grundieren.

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    Auf die Seitenwände habe ich unten je Abschnitt 2 Stück 20x10 cm große schwere Bitumenmatten geklebt, es gibt kein Dröhnen während der Fahrt. Die oberen Wände scheinen durch die zwischen den Säulen montierten Streben nicht zu dröhnen.

    Dann ging es an das Einbauen eines Seitz Fensters in die Schiebetüre. Ich bin da von der üblichen Vorgangsweise mit Rahmen abgegangen, weil ich die Türe oben voll ausgefüllt haben wollte.
    Zuerst ging es darum die beiden Streben weg zu bekommen. Ich hab in den Ausbaubeschreibungen immer nur gelesen, dass diese abgeflext worden sind. Mir sind da jedenfalls je Strebe 4 Schweißpunkte aufgefallen. Mit einem Schweißpunkbohrer habe ich sie aufgebohrt und die Streben vielen mehr oder weniger von allein runter (ein bisschen hat sie ein Kleber oder eine Dichtmasse noch am Blech gehalten:

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    Die demontierte Strebe
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    von denen zwei oben und unten mit je zwei Schweißpunkten fest gemacht waren. Leider kein Bild von vorher (das Bild ist nicht unscharf, das sind die "Negative" der Streben, sie haben das Blech beim Lackieren abgedeckt).

    Ich bin von der üblichen Einbauweise mit Rahmen abgewichen, weil ich die Vertiefung in der Schiebetüre so gut wie möglich weg haben wollte. ich habe zwei 15 mm Sperrholzplatten genommen. Eine habe ich grob so zu geschnitten, dass sie in die Vertiefung ans Blech gepasst hat und dann von außen im Bereich des zukünftigen Ausschnittes mit zwei Holzschrauben festgemacht. Die Ecke links oben ist wegen des Bügels der Schiebetüre.
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    Am Rand der Platte 15 mm Sperrholzreste als Randstücke verschraubt, um den Rand um die Platte abzunehmen:

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    Mit dem Tacker Packpapier auf den Distanzstücke festgemacht
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    und einfach mit einem Winkel anzeichnen (Winkel habe ich genommen, weil ich ihn auf dem einen Schenkel gut halten konnte, während der andere Schenkel markiert hat:
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    (Nachdem ich mit der anderen Hand fotografiert habe, ist das Bild nicht sehr aussagekräftig geworden. Der Winkel hat sich im Packpapier kratzend verewigt und ich habe dann dieser Linien entlang geschnitten)
    Mit dem Packpapier habe ich das Ergebnis auf die zweite Platte übertragen und diese vorerst einmal weg gestellt.
    Erste Platte wieder demontiert und den Fensterausschnitt in der Platte gemacht. Dazu an den vier Ecken mit einer Lochsäge die in der Anleitung vorgeschriebenen Bögen gesägt und dann die geraden Schnitte gemacht.
    Den ausgeschnittenen Teil habe ich dann von außen wieder an die Türe geschraubt (man erinnere sich an die Zwei Schrauben, mit denen ich die Platte zu Anfang von außen an die Türinnenseite geschraubt habe. Durch die Schraubenlöcher in dem ausgeschnittenen Teil habe ich die Schrauben in die beiden Löcher der Türe gesteckt und auf der Gegenseite in Abfallholz geschraubt.

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    Damit habe ich den Platz für den Ausschnitt genau anzeichnen können, wobei ich die Linie nicht direkt an der Holzkante gezeichnet habe. Weil die Platte jetzt um die Sägeblattbreite kürzer ist, habe ich vom Ausschnittmaß laut Anleitung die Maße des Holzes abgezogen, durch zwei geteilt. Dieses Maß war dann der Abstand, den ich zwischen Linie und Holz ließ,

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    Die Heckleiter (die neben Dachträger beim Bus dabei war) habt mir gute Dienste geleistet. So konnte ich die Türe offen verspannen und beim Sägen sind keine Späne im Auto gelandet. Vor dem endgültigen Durchschneiden der kleinen Stege, die ich beim Sägen gelassen habe, habe ich den Ausschnitt noch mit Malerkrepp fixiert.

    Dann hat die Spielerei angefangen. Die erste Platte habe ich mit kleinen Schrauben am Blech fixiert und zwar so, dass sie in einer Ausnehmung am Fensteraußenteil zu liegen kamen. Von der zweiten Platte musste ich dann die Schräge des Bleches im Fensterbereich abarbeiten. Elektrohobel und Exzenterschleifer haben mich da einige Stunden unterstützt, bis die Platte passgenau gesessen ist. Dann habe ich den Fensterausschnitt auch in die zweite Platte gemacht und sie an die erste Platte geschraubt. Fenster zur Probe eingebaut.
    Laut Anleitung musste ich in das Fenster Holzleisten 4 mm x 12 mm einlegen, die an einer Kante abgerundet sein mussten. Solche Leisten fand ich im Lagerhaus, allerdings mit 15 mm. Die habe ich dann mit dem Handhobel auf die 12 mm abgehobelt.

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  2. haidi

    haidi

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    Hannes
    Das Ergenios von außen:
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    Und von innen:
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    Das Holz habe ich mit Kunstleder überzogen

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  3. haidi

    haidi

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    Hannes
    Isolierung

    Isolierung mit 19 mm Armaflex, selbstklebend. Da wir nicht im Winter fahren und auch keine Heizung drinnen haben (außer einem Heizlüfter, den wir fallweise am Abend oder am Morgen eine bis zwei Stunden laufen haben), soll die Isolierung in der Hauptsache nur verhindern, dass Kondenswasser ans Blech kommt.

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    (Hier sieht man die Antidröhnmatten)
    Da es zwischen Innen- und Außenwand gut 20 cm nach unten geht habe ich die Isolierugn im unteren Bereich nicht direkt auf der Außenwand angebracht, sondern eine 1 mm verzinkte Stahlplatte mit Dichtmasse und Blindnieten angebracht auf der ich die isolierung angebracht habe. Nachdem dieser Hohlraum nach innen komplett abgedichtet ist, habe ich keine Bedenken, dass sich dort Kondenswasser bilden könnte.
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    Die restliche Isolierung des Innenbereiches ist schon so oft abgehandelt worden, dass ich da nicht auch noch Bilder hochladen will.

    Nur ein Bild noch: das Ding, das ich "Pestbeule" genannt habe, scheint die Rolle eines Sicherheitsgurtes aufzunehmen. Wie soll ich über das Ding, das relativ weit heraus steht, isolieren, abgesehen davon, dass das im Weg ist. Ich habe sie weggeschnitten und über das gesamte Loch eine 0,5 mm verzinkte Blechplatte genietet, um das Armaflex stabil aufkleben zu können.
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    Fußboden:
    Siebdruckpaltte, 11 mm, in nahezu einem Stück eingelegt. auf der linken Seite ist ein ca. 15 cm Streifen frei geblieben der mit dem Abschnitt, der von der Länge geblieben ist, abgedeckt wird. Da dort die Möbel stehen, ist das kein Problem.

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    Ich habe in meinem T3, der ein Funkbus des österreichischen Bundesheeres war, auch eine Siebdruckplatte als Fußboden gehabt. DA sind 15 Jahre lang die Soldatenstiefel darauf herum getrampelt und dann wir weitere 14 Jahre. Zwar nicht sehr schön, aber strapazfähig und bei Schäden leicht zu reparieren. Vom Händler habe ich braun gefärbten Firnis bekommen, mit dem ich die Schnittkanten versiegelt haben und mit dem ich auch den Fußboden bei Kratzern wieder einfärben kann.
     

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    Zuletzt bearbeitet: 13.02.2018
    Chris1900, Murdock, Juan_de_fuca und 3 anderen gefällt das.
  4. Schulle23

    Schulle23

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    Karsten Schultz
    Sieht gut aus Hannes, die Idee mit dem Winkel ist prima.:) Viel Erfolg beim Weitermachen ...
     
  5. Juan_de_fuca

    Juan_de_fuca

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    Hi,
    hast Du einfach den kompletten Boden samt Radkästen grundiert? Was hast Du dafür genutzt?
    Bin da grad selber noch am "Rätseln" was ich mit dem Boden unter der Platte und der Iso im Hinblick auf "Kondeswasserangriffe" anstelle...
    Gruß Alex
     
  6. Murdock

    Murdock

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    Saubere Arbeit Hannes,
    das mit der Holzplatte unter dem Fensterrahmen hab ich bei mir auch gemacht, allerdings auf der linken Seite.
    Und die Beule ist auch bei mir der Blechschere zum Opfer gefallen.
    Hat das mit der Steckdose in der Rücklichtverkleidung geklappt.

    Gruß Stefan
     
  7. haidi

    haidi

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    Hannes
    Eine Grundierung für Metalle - im Prinzip egal, welche.
    Wo die Iso aufgeklebt ist, kann es kein Kondenswasser geben - Iso ist wasserdicht und daher kann es nicht darunter kommen. Es gibt aber im Forum welche, die unten die Rinnen offen lassen, damit Wasser, das aus Tank oder Leitungen bei defekt hinunter rinnt, abrinnen kann.
    Ich denke, gut grundiert sollte reichen.
     
  8. haidi

    haidi

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    Hannes
    Noch nicht gemacht. Ich hatte eine SChaffenskrise nachdem ich bemerkt habe, dass im Trafic mit 5,30 m Länge weniger Platz ist als im VW T3 mit 4,80 m Länge. Da fehlen 10 cm!
     
  9. nordwind

    nordwind Mitarbeiter

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    Peter
    Standard-Grundierung ist nicht wasserdicht. Dafür sorgt erst der Decklack.
     
  10. Juan_de_fuca

    Juan_de_fuca

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    Vielen Dank für die Infos.
    Da ich die Sicken nicht mit Iso auffüllen wollte, scheint eine Grundierung mit Decklack eine vernünftige vorbeugende Maßnahme zu sein.
     
  11. Hörnchen

    Hörnchen

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    Marcus
    Bin auch dabei mir einen Vivaro/Trafic abzugreifen.
    Deiner hat eine Laufleistung von 180TKm (Motorisierung?), hast du keine Bedenken deshalb? Ich meine, wegen der Mühe und dem Geld das du noch reinsteckst?
     
  12. haidi

    haidi

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    Name:
    Hannes
    Ich hab vergessen, drinnen steckt ein Motor mit 30.000 km. Die Installateure sind auf einer Baustelle an irgendwas angefahren, was - wenn ich mich richtig erinnere - die Ölwanne eingedrückt hat, der Motor zwar ausreichnd Öl für die Öldruckkontrolle bekommen hat, aber die Schmierung nicht ausreichend funktionert hat. Ganz hab ich das nicht mitbekommen, mein Mechaniker war mit mir, das Auto anzusehen und wenn er sagt, ich könne ihn nehmen, dann passts.

    Der 2-Liter-Motor mit 84 kW und der 1,9 mit 74 kW sollen unzerstörbar sein, 250.000 und mehr soll problemlos möglich sein.
     
  13. Hörnchen

    Hörnchen

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    Name:
    Marcus
    Dann ist es ja gut
    :)
    Schaue mir morgen einen an mit 1,9 mit 100tkm, mal sehen ob es was wird