T5.2 Seitenscheibe undicht

Dieses Thema im Forum "Fenster, Dach und Karosserie" wurde erstellt von michah, 18.01.2018.

  1. michah

    michah

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    3
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    Michael Haub
    Guten Tag zusammen,

    ich habe am Wochenende an meinem T5 Trapo links Mitte eine Seitenscheibe von Kiravans eingebaut, nach der Youtube-Anleitung von Kiravans ().
    Allerdings dringt Wasser zwischen Scheibe und Karosserie in den Innenraum. Ich habe den Würth Scheibenkleber verwendet. Schön nach Anleitung zuerst alles gereinigt, mit Primer versehen und dann die "Klebewurst" aufgetragen. Ich vermute dass ich bei der "Klebewurst" etwas zu sparsam war bzw. an manchen Stellen nicht dick genug aufgetragen habe.

    Da durch den Regen hier und da ein Tropfen zu sehen war habe ich das ganze nochmal einem Härtetest unterzogen und in die Fuge zwischen Fenster und Karosse Wasser reinkippt. Das Ergebnis war direkt sichtbar. Es sind drei kleine Stellen an der oberen Kante des Fensters, an denen Wasser eintritt.

    Ich möchte nun ungern alles wieder aufschneiden und das Fenster rausnehmen. (Falls alle Stricke reißen mache ich das natürlich) Deshalb die Frage welche Möglichkeiten es gibt? Durch meine Recherche bin ich nicht 100%ig fündig geworden.
    Ein erster Ansatz wäre eine weitere Wurst Dichtmasse bspw Sikaflex / Petec zwischen Fenster und Blech zu pressen.
    Fürs erste würde ich aber probieren das ganze mit einem Allesdicht-Spray (https://www.westfalia.de/shops/werk...gsmaterial/739488-allesdicht_spray_400_ml.htm) zu versiegeln und mal zu beobachten ob das hält.

    Habt ihr bessere Ideen oder bin ich hier grundsätzlich auf dem falschen Weg das Problem zu fixen?

    Vielen Dank schonmal für eure Hilfe!

    Grüße,
    Michael
     
    Zuletzt bearbeitet: 18.01.2018
  2. twister

    twister Forumbetreiber & Kastenwagenflüsterer Team

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    Roland David
    Hallo Michael, wenn dir das in die Hose gegangen ist und der Kleber ist hart, dann solltest du schnellstmöglich eine Dyneema Schnur nehmen und das Ding wieder rausschneiden. Kleber kostet fast nix und da sich die Karosserie bei der Fahrt bewegt/verwindet, kannst du da jetzt herum"pfuschen" wie du magst, Folgeundichtigkeiten sind vorprogrammiert.

    Zudem ist es in einem Anleitungs-Video nicht sehr professionell, solche spanenden Arbeiten ohne eine Absaugung durch zu führen, da fallen die Späne wie tütt in die Hohlräume und entwickeln ein unschönes Eigenleben.
     
    bobbyboxer gefällt das.
  3. michah

    michah

    Beiträge:
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    Name:
    Michael Haub
    Hallo Roland, vielen Dank für deine schnelle Antwort. Ich hatte auch schon den Gedanken, dass durch ständige Erschütterungen/Verwindungen usw. das ganze irgendwann wieder undicht wird. Aber es ist ja auch nie auszuschließen, dass es hierfür eine super Lösung gibt mit weniger Aufwand, wie alles nochmal neu zu machen.
    Nun gut....
    Was bräuchte ich denn außer der Schnur, um das ganze für eine Neuverklebung vorzubereiten? Inwiefern müssen die Flächen auf der Karosse und dem Fenster aufbereitet werden? Da verbleiben nach dem Schneiden ja überall Klebereste, ganz zu schweigen von der Primer-Schicht. Muss alles weggeschabt werden? Ich wage es zu bezweifeln, dass man komplett alles runterbekommt!?

    Ich danke sehr für alle Hilfe!!
     
    Zuletzt bearbeitet: 18.01.2018
  4. Chris1900

    Chris1900

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    Kiel
    Name:
    Christian
    Du hast ca. 14 Tage Zeit, um an die (bereits bestehende) Klebefläche eine neue Klebefuge auf zu tragen , danach sind die freien Monomere, welche eine gute Verklebung ermöglichen ("weg" ) . Also wenn Du es schnell machst kein Problem. Ich weiß nicht , was Du genau als Kleber genommen hast. Es gibt spezielle Silane, um den alten Kleber zu aktivieren ( " das der neue Kleber wieder mit dem alten Kleberesten eine gute Verbindung eingeht). Einfach bei der Firma anrufen, von denen Du dn Kleber verwendet hast.
    Ich würde es auch nochmal komplett NEU machen... ist blöd aber funktioniert meist BESSER.

    Gruß aus Kiel Christian

    P.S.: wenn Du Fragen hast schick mir ne PN
     
  5. michah

    michah

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    3
    Name:
    Michael Haub
    Hallo Christian, danke Dir für Deine Antwort! Ich habe den Würth Scheibenkleber verwendet.
    Ich habe am Samstag mit der Silikonspitze und einem dünnen Schlauch, der gerade so in die Fuge zwischen Fenster und Karosse passt, Petec Karosseriedichtmasse nachgefüllt. Der Scheibenkleber war etwas zu zäh (trotz Erwärmung), um ihn durch den Schlauch zu pressen. Mit der Dichtmasse ging das ganz gut. Ich hatte ein gutes Gefühl, da ich die undichten Stellen großzügig "geflutet" habe. Allerdings musst ich dann heute feststellen, dass es an manchen Stellen trotzdem nicht dicht ist.

    Somit werde ich wohl nächstes Wochenende das Fenster mit einer Dyneema-Schnur wieder rausschneiden, die Klebewurst bis auf 1mm jeweils an Fenster und Karosse abtragen und das ganze neu verkleben. Ich hoffe das ist so richtig, oder muss ich die Klebereste und den Primer am Fenster vollständig entfernen?

    Ich danke Dir!
    Grüße Michael
     
  6. axel.x

    axel.x

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    Alex
    Ich würde es auch auf jeden Fall nochmal raus machen. Alles andere wäre Pfusch und wird nicht lange dicht bleiben.

    Schneide die klebereste so gut es geht weg, ohne dabei auf dem Blech rumzukratzen.
    Danach primern (auch auf den kleberrestern) und neu verkleben.

    Mfg Alex
     
  7. Lucky

    Lucky

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    Schade, der Michael scheint kein Stammmitglied zu sein.
    Mich hätte interessiert, wie es weiterhin gelaufen ist.

    Ich habe gestern und vorgestern 4 Scheiben von Kiravans eingebaut.
    2 sind undicht, obwohl ich wirklich dicke "Kleberpyramiden" gebaut hatte (mit dem originalen Kleber von Kiravans)
    Das schlimmste aber ist die Krümmung der beiden hinteren Fenster.
    Links noch einigermaßen erträglich ist das rechte der Horror. In der Mkitte fast 1 cm Spalt zwischen Karosserie und Fenster, das geht gar nicht!

    Kiravans möchte mir das fenster zwar ersetzen, aber die Arbeit damit habe ja ich.
    Ich bin ziemlich angepisst...
     
  8. bobbyboxer

    bobbyboxer

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    Martin Hanke
    Hmm, die Erfahrung habe ich mit den Fenstern bei einem Bekannten leider auch. Meine Vermutung ist, dass die Kleber nicht richtig gelagert worden sind. Ich nehme bei allen Maßnahmen in dieser Richtung immer und ausschließlich entweder klebt und dichtet von Würth oder den All in One von Grewi. Damit hat bis jetzt alles gehalten. Man muss nur auch da wissen, dass die Lacke der PeuCiFi auch das Problem sein können. Auch beim Herausschneiden bzw. bei Erhitzung können die Lacke arg leiden. Halten diese nicht an der Grundierung zieht der beste Kleber bei Fahrt und Verwindungen den Lack ab und es entsteht ein minimaler Spalt durch den wg. Kapillarwirkung immer Nässe ins Fahrzeug dringt. Um diesen Umstand auszuschalten entferne ich rund um den Ausschnitt auch den Originallack, grundiere neu, lackiere mit 2K Lack nach und setze dann die Fenster ein. Dann bin ich dabei aus Alu die Rahmen innen zu schweißen, so dass keine großartigen Verwindungen auftreten können. Das ganze klebe ich dann mit den genannten Klebern ein. Klar erscheint das sehr vom Aufwand übertrieben, aber bei 4x4 Kastenwägen mit Geländeeinsatz ist das die einzige saubere Lösung. Bis jetzt hält immer alles. Letzter Einbau von 3 Seitz und einer Dachluke in einen Iveco Scam 410 wurde so gemacht und hat bis jetzt alles überstanden... Vielleicht hilft diese pedantische Herangehensweise...
     
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